Zeitschrift Existenz & Logos (Archiv)

ZeitschriftencoverZeitschrift für sinnzentrierte Therapie, Beratung, Bildung

Herausgeber
Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Logotherapie und Existenzanalyse e.V.

Schriftleitung
Herr Dr. phil. Peter Suchla
Krumme Wiesen 14
88433 Schemmerhofen

Satz und Druck
schwarz auf weiss, Freiburg

ISSN 0942-8569

Bezugsquelle der aktuellen Zeitschrift, sowie älterer Zeitschriften und Dokumentationsbände von Kongressen: Geschäftsstelle der DGLE


HEFT: 23 / 2015

Editorial

Der Schwerpunkt dieses Heftes liegt auf palliativmedizinischer Betreuung/Palliative
Care und Hospizbegleitung/Psychological Care. Es zeigt sich überdeutlich, dass in diesem Umfeld logotherapeutisches Menschenbild, logotherapeutische Leitlinien, Vorgehensweisen und Handreichungen geradezu unersetzbar sind. Hier, wo es um Leben an der Grenze des körperlich und seelisch Erträglichen geht (Palliativstation), um Leben auf das Ende zu
(Hospiz), also um Lebensphasen, in denen niemand mehr der Frage nach dem, was trägt, ausweichen kann, gerade hier ist sehnlichst zu hoffen, dass bei helfenden und betreuenden Menschen mehr und mehr Frankls Gedankengut zum Allgemeinwissen wird und die Begegnungen mit den Leidenden leitet.

Diese Hoffnung ist freilich nicht illusionär, denn schon bei einem anderen zentralen Aspekt der Logotherapie, dem Sinn-Thema, hat es wahrlich nicht lange gedauert, bis er in beinahe sämtliche Psychotherapie-Richtungen Eingang gefunden hat (vgl. dazu das Editorial zu Heft 18/2010), und zwar unabhängig davon, ob man dort beim Thema Sinn den Namen Frankl zitiert oder nicht – wobei wir ruhig davon ausgehen dürfen, dass Frankl dem Zitiertwerden
wenig Gewicht beimessen würde, denn ihm ging es nicht um seinen Namen, sondern um die Sache. Sehr schön zeigt sich das in einem seiner Vorträge („Die Entgurufizierung der Logotherapie“, in: Existenz und Logos, Heft 1/2005), wo Frankl die Einverleibung logotherapeutischen Gedankenguts in andere Schulen mit den Worten kommentiert, Logotherapeuten handelten nicht „um der Vermehrung des Ruhms der Logotherapie willen,
sondern es ist das Wohl unserer Patienten, um das es geht“ (ebd., S. 15).

Die Schriftleitung


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